Fraser Island – Offroad über die Sandinsel


7. März 2020

Unser nächster Stop hieß Fraser Island. Dies ist die größte Sandinsel der Welt und das bedeutete für uns, dass es nicht möglich ist, diese mit einem normalen Auto zu befahren. Da dort fast alles aus unbefestigtem Sandboden besteht, bedarf es dafür speziellere Fortbewegungsmittel.

Taschi hatte vor 11 Jahren schonmal eine Tour auf Fraser Island gemacht und mich davon überzeugt, diese nicht auszulassen, auch wenn sie etwas teurer ist. Aus ihren Erfahrungen profitierten wir an dieser Stelle und wir buchten uns zu zweit einen Geländewagen, in dem wir auch eine Nacht schlafen konnten. Damit konnten wir uns frei bewegen und uns an den Orten so lange aufhalten, wie wir wollten.

Aber um erstmal auf die Insel zu gelangen, mussten wir mit der Autofähre von River Heads bei Hervey Bay nach King Fisher Bay übersetzen. Dies war der optimale Ausgangspunkt für uns, da wir nicht lange mit dem Auto fahren mussten, um die ersten Attraktionen auf der Insel zu sehen.

Lake McKenzie und der Lake Basin

Den ersten Tag verbrachten wir an der Hauptattraktion von Fraser Island. Dem glasklaren und paradiesischem Süßwassersee „Lake McKenzie“. Bei den heißen Temperaturen und dem wunderschönen Anblick zog es uns natürlich ins Wasser. Die Wassertemperatur war angenehm kühl und der Ausblick fantastisch.

Da es so schön war, verbrachten wir an unserem zweiten Tag nochmal ein paar Stunden an diesem wunderschönen Ort.

Der Vermieter von unserem Geländewagen gab uns noch den Tip, den Lake Basin zu besuchen. Dieser liegt rund eine Stunde Fußmarsch durch den Dschungel entfernt von der Central Station. Er meinte schon, dass es dort wenige Menschen hintreibt, aber es auch total schön sein sollte. Wir wollten es natürlich herausfinden und er hatte recht. Die einzigen Menschen weit und breit waren wir. Auch wenn der See nicht mit dem Lake McKenzie mithalten kann, punktete er bei uns durch die Einsamkeit.

Unser Quartier im Dschungel

Auf Fraser Island gibt es verschiedene Möglichkeiten zu übernachten. Es gibt kleine touristische Dörfer, in denen man sich ein Zimmer nehmen kann. Aber es gibt auch Campsites. Unsere Campsite befand sich in mitten des Dschungels und wir bekamen dort Besuch von einigen Spinnen. Diese befanden sich zum Glück nicht in unserem Auto, aber auf den Toiletten konnte man ein paar finden.

Mit dem Auto über den Strand

An unserem zweiten Tag hieß es früh aufstehen, da wir bei Ebbe mit dem Auto am Strand entlang fahren durften. Das nutzten wir natürlich komplett aus und fuhren die wichtigsten Spots ab. Wir besuchten das Schiffswrack der „S.S. Maheno“, welches 1935 am Strand von Fraser gestrandet ist, nachdem es zuvor in einen Zyklonen geriet. Dieses Wrack löst sich seitdem durch das Salzwasser immer weiter auf. Dennoch gibt es immer noch ein tolles Motiv ab.

Dann sahen wir noch die Pinnacles. Das sind Sandformationen, die in verschiedenen Farben schimmern und den Aborigines bis heute sehr wichtig sind.

Und wir konnten auch ein paar Dingos finden, die am Strand herum streunerten. Es leben viele Dingos auf Fraser Island und die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass man welche antrifft. Daher sind auch die Campsites und Rastplätze oftmals eingezäunt, um die wilden Tiere draußen zu halten.

Die Sandwüste und die Oase

Wir machten auch einen einstündigen Fußmarsch vom Strand zum Lake Wabby. Dieser liegt am Fuße einer tiefen Sanddüne mit einer etwas größeren vorgelagerten Sandfläche. Es ist zwar so, dass die ganze Insel aus Sand besteht, aber an dieser Stelle wuchsen nicht einmal Bäume und es wirkte wie eine kleine Sandwüste mit einer Oase.

Es gab für uns viel zu entdecken und vor allem hatte ich Spaß, im inneren der Insel und am Strand mit dem Geländewagen umher zu düsen. Alleine diese Erfahrung hatte sich für mich schon gelohnt. 😀

Wer also mal in der Gegend ist, sollte sich diesen Ort nicht entgehen lassen.

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